Unternehmen produzieren wieder verstärkt in Deutschland

Ende der neunziger Jahre kam ein Trend unter deutschen Unternehmern auf. Es ging darum Geld einzusparen. Nicht irgendein Geld, nein, die Gehälter der Mitarbeiter waren den meisten Industriellen zu hoch. Folge dieses Einsparwahns war die Produktionsverlagerung nach Fernost wo die Angestellten nach deutschen Verhältnissen völlig unterbezahlt wurden.

Dieser Trend kehrt sich zurzeit leicht um.

Seit einigen Jahren ist „Made in Germany“ wieder In. Haushaltsgeräte und Werkzeuge deutscher Hersteller machen es vor und legen die Messlatte für die fernöstlich produzierten Massengüter hoch.

Die Zahl der Verlagerungen von Produktionsstätten ist alleine in den letzten drei Jahren um 40% zurückgegangen. Die genaue Zahl der produktionsverlagerten Jobs ist schwer zu berechnen. Experten gehen aber von jährlich 55 000 Stellen aus, die seit Anfang der Neunziger Jahre ins Ausland verlagert wurden.

Wie kommt es plötzlich zu dieser völlig unerwarteten Kehrtwende?

Noch zwischen 2004 und 2006 haben 15% ihre Produktion ins Ausland verlagert. Ab 2007 kam ein zunächst nur verhaltenes Umdenken unter Produzenten. Deutsche Kunden waren mit der Qualität der billig produzierten Güter nichtmehr länger zufrieden.

Der Einspareffekt lag bei den Meisten Unternehmen in Sachen Personalkosten tatsächlich häufig unter 10%. Das kann mit optimierter Produktionstechnik und besseren Maschinen in ein paar Jahren oft reingeholt werden.

Laut der Studiedes Fraunhofer-Institutes ist die Rückwanderung vorallem in den Bereichen Fahrzeugbau und bei der Gummi- und Kunststoffverarbeitung am extremsten.

Der logische Umkehrschluss dieser Studie ist natürlich nicht zuletzt ein Zuwachs an deutschen Arbeitsplätzen der der Arbeitslosigkeit in Deutschland entgegenwirkt.

Text von Stevie Hermann


 
 
 

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